Wir leben in einem Zeitalter, indem die meisten Menschen in Städten wohnen und ihre Lebensmittel aus Supermärkten beziehen. Genormtes Obst und Gemüse aus multiresistentem Saatgut und Pflanzen die die Fähigkeit verloren haben sich selbst fort zu pflanzen oder Insekten einen Lebensraum zu bieten. Das hat dazu geführt, dass das uralte Wissen und Erfahren über die Vielfalt der Nutzpflanzen im eigenen Land mit der jetzigen Generation beinahe ausgestorben ist. Mit dem Verlust des Wissens über den Reichtum der Natur geht auch das Bewusstsein für eine lebendige Ernährung verloren.
Im Sommer 2014 haben wir, auf dem Hof der Muthesius, eine lebendige Nutzpflanzenausstellung installiert. Bepflanzt wurde ausschließlich mit heimischen Nutzpflanzen über die in einer Plakatserie (gestaltet von Tsitsi Roland, Illustrationen von mir) detailliert berichtet wurde. Die meisten Pflanzen haben wir zuvor selbst aus Saatgut gezogen.
Durch die spezielle Anordnung von Pflanzkästen wurden neue Sitz-, Entspannung- und Kommunikations-Orte, in einem blühenden Garten, geschaffen. Die Pflanzkästen sind mobil und können problemlos bewegt werden, sodass der Garten jeh nach Wunsch verändert werden kann. Das ermöglicht der Muthesius Kunsthochschule den Innenhof auch weiterhin für andere Veranstaltungen nutzen zu können.

Ich arbeitete fast 2 Jahre mit einem kleinen Team bestehend aus Studenten der Muthesius (Elena Schwarzloh, Carmen Weinert, Tsitsi Roland, Lisa Marie Schmidt, Kalle Spielvogel)
und Daniel Müller (Kieler Honig; Alte Mu) an der Realisierung dieses besonderen Projektes.
Die Zeichnungen der Pflanzen fertigte ich im Format DIN A3 an und verwendete ausschließlich weiche Bleistifte. Für die Plakate wurden die Zeichnungen digital eingefärbt.

Der Muthesius Garten ist inzwischen zu einem festen Bestandteil der Hochschule geworden.
2015 habe ich schweren Herzens die Projektleitung an Daniel Müller abgegeben, da das Schreiben meiner Bachelor Arbeit meine gesamte Zeit in Anspruch genommen hat. Um so mehr freue ich mich darüber, dass der Muthesius Garten sich bis heute weiterentwickelt und auch 2016 in neuer Größe erblüht.

Berichte über das Projekt:

www.shz.de
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